Balasana

Balasana

Die Haltung des Kindes

Balasana ist eine der angenehmsten Entspannungshaltungen – zwischen kraftvollen Asanas ebenso wie zu Beginn einer Stunde.

In dieser Haltung liegt etwas Vertrautes. Etwas, das erinnert. An Rückzug, Geborgenheit und das tiefe Bedürfnis, einfach einmal nichts leisten zu müssen. Gerade darin liegt ihre besondere Qualität: Balasana bringt Dich in Kontakt mit Deinem Atem, mit Deinem Bauchraum und mit Deinem inneren Erleben.
Äußerlich wirkt die Kindhaltung zunächst schlicht. Und doch fordert sie etwas Wesentliches von uns: Geduld, Hingabe und die Bereitschaft, uns von der Schwerkraft tragen zu lassen. Nicht tun. Sondern sinken. Nicht halten. Sondern ankommen.

Auch Dein Atem verändert sich in dieser Haltung. Durch die sanfte Kompression im Brustraum wird er eingeladen, sich bewusster in andere Bereiche der Lunge auszudehnen. Das kann helfen, dem flachen Alltagsatem etwas entgegenzusetzen – und wieder mehr Weite, Ruhe und Präsenz entstehen zu lassen.

1. Knie Dich hin, führe Deine Beine zusammen und setze Dich auf Deine Fersen (Fersensitz. Natürliche Aufrichtung: LWS leicht nach vorne, BWS leicht nach hinten, Schultern nach hinten unten.)
2. Führe Deine Arme nach oben über Deinem Kopf zusammen und beuge Dich nach vorne. Lege Deinen Bauch auf Deinen Oberschenkeln und Deine Stirn und Arme sanft auf dem Boden ab (Handflächen nach unten).
3. TippTrick: So fällst Du in Deine natürliche deinem Körper angepasste Entspannungshaltung! Mach Dich lang, tippel mit Deinen Fingern Stück für Stück nach vorne, sodass Du in eine maximale Streckung kommst. Kurz halten. Dann lässt Du diese Spannung los. Du spürst,  wie Dein Körper etwas in sich zusammensackt – Balasana!
4. Verbleibe in dieser Haltung für mindestens 10 tiefe, ruhige Atemzüge!

Balasana ist eine wunderbar beruhigende Haltung.
Sie lädt Dich ein, loszulassen, zur Ruhe zu kommen und Deinem Körper einen Moment echter Regeneration zu schenken

Die Einladung dieser Asana besteht darin, die Sitzbeinhöcker Richtung Fersen sinken zu lassen und die Stirn auf der Matte abzulegen. Für manche fühlt sich genau das zunächst gar nicht so leicht an.

Damit Balasana wirklich möglich wird – und nicht entweder das Gesäß oder der Kopf in der Luft bleibt –, dürfen einige Muskelgruppen nach und nach weicher werden. Vor allem die Rückenstrecker, die Gesäßmuskulatur und die rückseitige Oberschenkelmuskulatur sind hier gefragt.

Wirkung auf Dein Energiesystem: Aktivierung Deines Sonnengeflechts, Anregung von Muladhara (WurzelChakra) sowie Harmonisierung von Ajna, Deinem dritten Auge.

Nimmst Du Dir Zeit, tiefer in die Haltung hineinzusinken, kann sich spürbar Entlastung einstellen. Muskeln dürfen loslassen, Spannungen können sich lösen und besonders Rücken, Nacken und Schultern erfahren oft eine wohltuende Erleichterung.


Hat Dich dieses Thema bewegt?

Dann schreibe gerne einen Kommentar!
Wenn Du Dir Begleitung wünschst, schau Dir gerne meine Angebote an oder melde Dich bei mir!


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert