Die tiefe Hocke
(oder der GirlandenHaltung, dem Yogi-Squad, der ToilettenHaltung …)
Malasana ist eine natürliche menschliche Grundhaltung, derer wir uns durch das viele Sitzen auf Möbeln selbst beraubt haben.
Für die meisten westlichen Erwachsenen stellt Malasana eine echte Herausforderung dar, obwohl unsere Anatomie für diese Körperhaltung prädestiniert ist.
Menschen aus weniger stuhlfixierten Kulturen (bspw. Indien, Vietnam, Kenia) befinden sich in vielen Alltagssituationen, bei unterschiedlichen Tätigkeiten in Malasana und leiden nachweislich unter deutlich weniger Schmerzen im unteren Rücken sowie Verstopfung und Hämorrhoiden als wir.
Unser langes intensives Sitzmöbel-Sitzen – ganz gleich ob Stuhl, Sofa, Sessel, Hocker und egal wie bequem – hat u. a. zu einer tiefen Verhärtung und Verkürzung unserer Hüft- und Beinmuskulatur geführt, wodurch im unteren Rücken Verspannungen entstehen, die Ursache vieler Schmerzen ist – Zivilisationskrankheit – nicht verwunderlich.
Entscheidend ist: Yoga ist ein achtsamer Weg! Kein Zwängen und Zwingen, kein Gängeln und Pressen – Du bist einzigartig – Deine Asanas sind es auch! Bereite Deinen Körper vor, lerne Deinen Körper kennen, nutze Hilfsmittel, versuche Dich in Varianten und finde so Deine ganz eigene individuelle Malasana, die ihre wunderbare Wirkung entfaltet und sich zugleich gut anfühlt!
Also: Mal runter von den Sitzmöbeln!
Übe Dich in Malasana und integriere diese natürliche Haltung in Deinen Alltag!!!
Dein Rücken wird es Dir danken!

Malasana ist nicht umsonst die Körperhaltung, die Zentrum und zugleich Klimax des Chandra Namaskar (Mondgruß) ist, denn sie erfordert ein Maximum an Hüftflexibilität. Insofern sind insbesondere die Göttinnenhaltung, Parsvottanasana (intensive Flankendehnung), Ajaeyasana (tiefer Ausfallschritt) und Skandasana (Malasana mit einem ausgetrecktem Bein) sehr gute und sinnvolle vorbereitende Asanas (der anspruchsvollen Abfolge des Mondgrußes).
Da dynamisch immer vor statisch kommen sollte: Bereite Deinen Körper zum Beispiel dynamisch vor mit Skandasana (der halben tiefen Hocke).
Es kann sehr hilfreich sein, eine gefaltete Decke zur Hand zu haben, um sie unterstützend unter Deine Fersen zu legen. Deine Hände sind stetig verfügbare Hilfsmittel, die Du auch in Malasana nutzen kannst 😉


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